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Insolvenz-Rekordjahr: So wappnen sich Unternehmen jetzt

Insolvenz-Rekordjahr: So wappnen sich Unternehmen jetzt

Die Finanzierungsinstrumente, die Ihr Unternehmen jetzt krisenfest machen.

Im Jahr 2025 meldeten die Amtsgerichte so viele Insolvenzen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Weil sich die Konjunktur nicht erholen will, sollten Unternehmen ihre Finanzen unbedingt sturmfest machen und restrukturieren.

Erfahren Sie in unserem Artikel:

  • Warum Deutschland nun seit drei Jahren immer weiter steigende Insolvenzzahlen sieht 
  • Welche Möglichkeiten zur finanziellen Restrukturierung Unternehmen haben und wie sie wirken 
  • Wie insbesondere alternative Finanzierungsformen wie Factoring, Sale-and-Lease-Back oder, Leasing für mehr strategischen Spielraum sorgen 

Deutsche Amtsgerichte registrierten im vergangenen Jahr mehr als 24.000 beantragte Insolvenzen von Unternehmen, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Das sind so viele wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Seit dem Jahr 2022 steigt die Zahl der Insolvenzen immer weiter an. Viele mittelständische Unternehmen kämpfen mit einem hohen Verschuldungsgrad, analysiert Creditreform. Bestehende Kredite lassen sich nur zu deutlich teureren Konditionen verlängern, neue Finanzierungen sind angesichts strengerer Regularien und gestiegener Zinsen heute schwerer zu bekommen als noch vor wenigen Jahren. Hinzu kommen strukturelle Belastungen, die sich nicht wegdiskutieren lassen: Hohe Energiekosten treffen viele Branchen besonders hart, geopolitische Risiken – allen voran eskalierende Handelskonflikte – zementieren die Unsicherheit. Die konjunkturelle Erholung, auf die viele Betriebe gewartet haben, bleibt aus. Für den Mittelstand heißt das: es geht bei nicht wenigen längst an die Substanz. 

Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, eine Insolvenz abzuwehren?

Unternehmen stehen unter hohem Druck, haben aber einige Möglichkeiten, ihre Finanzen zu restrukturieren, lange bevor es zum Äußersten kommt. Eine nachhaltig stabile Finanzierungsstruktur bietet viele Vorteile: Gutes Liquiditätsmanagement macht es Unternehmen leichter, zu investieren. Eine gesunde Vermögensstruktur mit kurzer Bilanz erleichtert den Zugang zu Krediten. Und selbst wenn die Uhr sprichwörtlich auf „fünf vor zwölf“ steht und eine Insolvenz, können Unternehmen noch einiges tun. Seit dem 1. Januar 2021 ist das „Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen“ (StaRUG) in Kraft. Es bietet die rechtliche Grundlage für eine finanzielle Restrukturierung in Eigenregie, selbst bei drohender Zahlungsunfähigkeit. Unternehmen können in einer solchen Situation insbesondere auf alternative Finanzierungsformen zurückgreifen, um eine Insolvenz abzuwenden um sich nachhaltig zu sanieren.  

Factoring: Den Forderungsbestand sofort liquide machen 

Ein probates Mittel, das in der Restrukturierung unmittelbar finanzielle Reserven freisetzt, aber dann auch langfristig wirkt, ist Factoring. Unternehmen verkaufen offene Forderungen an spezialisierte Dienstleister wie die Deutsche Factoring Bank, sie erhalten dann direkt nach Rechnungstellung ihr Geld, statt 30, 60 oder gar 90 Tage auf den Zahlungseingang zu warten. Beim Einstieg ins Factoring verbuchen Unternehmen oft einen einmaligen Liquiditätszufluss, weil sie alle offenen Posten buchstäblich auf einen Schlag zu Geld machen. So lässt sich das Instrument in der finanziellen Restrukturierung nutzen.  
 
Die langfristige strategische Wirkung ist aber noch größer: Factoring entkoppelt den Liquiditätszufluss vom Zahlungsverhalten der Kunden und macht ihn planbar. Gerade kleine Mittelständler haben oft kaum Möglichkeiten, großen Kunden lange Zahlungsziele von 60 Tagen oder mehr zu verweigern. Sie selbst aber müssen ihre Rechnungen innerhalb von drei bis vier Wochen zahlen. Mit Factoring fällt diese unfreiwillige Vorfinanzierung weg. Noch besser: Im sogenannten Full-Service-Factoring übernimmt der Dienstleister zudem das Mahnwesen, prüft Bonitäten und sichert das Ausfallrisiko ab.  

Sale-and-Lease-Back: Kapital aus dem eigenen Bestand

Noch wirkungsvoller gerade in Krisensituationen kann Sale-and-Lease-Back sein. Das Prinzip: Ein Unternehmen verkauft Anlagegüter wie Maschinen, Produktionsanlagen, Fahrzeuge oder IT-Infrastruktur an einen Leasinggeber und least sie unmittelbar zurück. Der Betrieb läuft weiter wie bisher, denn die Anlagen sind ja noch da. Nur steht die Liquidität dem Unternehmen jetzt wieder cash zur Verfügung: in Form des Verkaufserlöses. In einer Restrukturierungssituation erschließt dieses Instrument je nach Situation eine Menge Kapital aus Vermögenswerten. Unternehmen können damit zum Beispiel laufende Kredite ablösen und so Eigenkapitalquote und Kreditrating verbessern.  Die Leasingraten sind anschließend planbare, steuerlich absetzbare Betriebsausgaben. 

Leasing: Nicht kaufen, was man nur nutzen kann

Leasing ist das „Lease“ in Sale-and-Lease-Back und kein einmaliger Liquiditätsbooster, sondern ein nachhaltiges Finanzierungsinstrument für Investitionen, das bei jeder neuen Anschaffung etwa von Computerhardware, Fahrzeugen oder bestimmten Maschinen die Bilanz schlank hält und Eigenkapital schont. Wer Investitionen über Leasing finanziert statt über Kauf, hält Kreditlinien frei und bleibt flexibel – gerade bei Gütern mit kurzer Lebensdauer. Das Unternehmen zahlt dafür, eine Maschine zu nutzen, ohne sie besitzen zu müssen. Am Ende der Vertragslaufzeit geht der Leasingrückläufer wieder zum Anbieter, das Unternehmen bekommt Ersatz auf dem neuesten Stand der Technik, ohne dass Altanlagen als Ballast in der Bilanz hängen. 
 
Für Finanzvorständ:innen unter Druck hat Leasing noch einen weiteren Vorteil: Leasingentscheidungen werden nicht ausschließlich auf Basis der Unternehmensbonität getroffen, sondern auch auf Basis der Qualität und des Marktwertes des zu leasenden Assets. Das öffnet Finanzierungswege auch dann, wenn die Kreditwürdigkeit des Unternehmens gerade nicht auf dem besten Stand ist wie bspw. bei einer drohenden Insolvenz. Fix kalkulierbare Leasingraten sorgen außerdem für Transparenz in der Kostenplanung. 

Restrukturierung ist eine strategische Entscheidung 


Factoring, Sale-and-Lease-Back oder Leasing sind mächtige Instrumente für finanzielle Restrukturierungen, die auch noch wirken können, wenn sich die Lage im Unternehmen bereits zugespitzt hat. Ihre volle Wirkung entfalten sie aber nur dann, wenn Unternehmen sie systematisch und vorausschauend einsetzen. Auch Leasinggeber und Factoringanbieter schauen schließlich auf die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens, und auch wenn zum Beispiel Leasing bei schlechter Bonität oft noch möglich ist, schlägt sich die schwierige Lage mitunter in schlechteren Konditionen nieder. Wer rechtzeitig Strukturen verändert, stille Reserven mobilisiert und die Finanzierungsbasis verbreitert, schafft nicht nur die Basis fürs Überleben, sondern im Idealfall sogar für neues Wachstum. 

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Mit welchen fünf einfachen Schritten der Neustart gelingen kann?

Unternehmen in der Krise müssen ihre Geschäftsmodelle grundlegend überdenken und gegebenenfalls harte Restrukturierungsmaßnahmen ergreifen. Eine Insolvenz bedeutet dabei nicht zwangsläufig das Ende: Die Sanierung in Eigenverwaltung kann helfen, die gesunden Unternehmensteile zu bewahren. Mehr dazu in unserem Artikel „Restrukturierung als Chance“ 

Das Fazit?

Die Deutsche Leasing begleitet Sie als verlässlicher Partner auf diesem Weg – mit praxisnaher Beratung, maßgeschneiderten Lösungen und einem starken Netzwerk. Nutzen Sie die Chance, Ihr Unternehmen jetzt sturmfest zu machen und so Ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.