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Vorstand der Deutschen Leasing

Brief des Vorstands zum Geschäftsjahr 2019/2020

 

Sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner der Deutschen Leasing,

nach langen Jahren stetigen Wachstums und einem Rekordjahr sind auch wir von den branchenübergreifenden Folgen der COVID-19-Pandemie im vergangenen Geschäftsjahr 2019/2020 nicht verschont geblieben.

Während die erste Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres noch weitgehend im Einklang mit den Prognosen verlief, wurde in der zweiten Hälfte die Geschäftsentwicklung im In- und Ausland spürbar durch die COVID-19-Krise beeinträchtigt. Der Ausbruch der Pandemie und die daraus resultierenden wirtschaftlichen und operativen Herausforderungen erforderten die Einleitung kurz- und mittelfristiger Maßnahmen. Trotz der erschwerten externen Rahmenbedingungen haben wir unsere strategischen Zukunftsvorhaben und Marktopportunitäten dabei nicht aus den Augen verloren. Neu priorisiert und fokussiert wurden diese weiter vorangetrieben.

Stabilität in der Krise und Stärkung der Zukunftsfähigkeit

Die Wirtschaftslage im Geschäftsjahr 2019/2020 war maßgeblich geprägt durch die COVID-19-Krise und die damit verbundene tiefste weltweite Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg in Kombination mit einem für die deutsche Wirtschaft herausfordernden Strukturwandel, der vor allem auch den Automobilsektor traf. Der Handlungs- und Veränderungsbedarf beschleunigte sich auch für den deutschen Mittelstand: sei es in den Bereichen der Digitalisierung und IT-Modernisierung, der Mobilität, Infrastruktur sowie Nachhaltigkeit oder hinsichtlich sich verändernder Formen der Zusammenarbeit. Beeinflusst wurden diese Umstände im vergangenen Jahr zusätzlich von einer Reihe anhaltender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten: Seien es der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die US-Wahlen, der Austritt Großbritanniens aus der EU oder die fortgeführte Niedrigzinspolitik der EZB.
 

In diesen Zeiten des Umbruchs, aber auch Aufbruchs geht es für viele Unternehmen um Stabilität und Resilienz bei gleichzeitiger Gestaltung der eigenen Zukunftsfähigkeit. Es geht um branchenübergreifende, bedarfsgerechte und zukunftsrelevante Lösungsansätze – um adaptive, hybride und neue Produkte, Prozesse, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Dafür erforderlich sind Finanzierungs- und Investitionsmodelle, die zu diesem Wandel heute und morgen befähigen und auch in schwierigen Zeiten Liquidität sichern. Dafür braucht es verlässliche Netzwerke, Partnerschaften und Kooperationen. Die Deutsche Leasing Gruppe, als Teil der Sparkassen-Finanzgruppe und in Kooperation mit Partnern aus Industrie und Handel, leistete dazu im vergangenen Geschäftsjahr – gerade auch in der Pandemie – ihren Beitrag: als stabiler und zukunftsfähiger Partner des Mittelstands gemeinsame Antworten auf Finanzierungsfragen und Marktveränderungen zu finden und ebenso Marktchancen gezielt zu ergreifen.

Bereits an dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen – unseren Kunden, der Sparkassen-Finanzgruppe und unseren Partnern – für Ihr Vertrauen und die intensive Zusammenarbeit in dieser herausfordernden Zeit herzlich bedanken. Unser ganz besonderer Dank gilt zudem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland, die in einem außergewöhnlichen Geschäftsjahr stets als leistungsstarkes Team zusammengehalten und zielorientiert agiert haben.
 

Trotz angespannten Marktumfelds 9,2 Milliarden Euro erreicht

Angesichts der Folgen der COVID-19-Krise musste die Deutsche Leasing Gruppe – wie die gesamte Leasingbranche – einen Rückgang des Neugeschäftsvolumens hinnehmen. Allerdings waren wir in der Lage, trotz des stark angespannten Marktumfeldes ein Neugeschäftsvolumen von 9,2 Milliarden Euro zu erreichen – nach einem Rekordjahr von erstmalig über 10 Milliarden Euro im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Damit lagen wir besser als der gesamte Asset-Finance- und Asset-Service-Markt. Zudem konnte die positive Entwicklung des Substanzwertes der letzten Jahre beibehalten werden, wenn auch die Steigerung geringer ausfiel als in den Vorjahren. Das Wirtschaftliche Ergebnis blieb – nach umfangreicher Vorsorgebildung für zukünftige Ausfallrisiken und stichtagsbezogenen Währungskurseffekten – hinter dem Vorjahr. Die Finanzierungsreserven konnten im Geschäftsjahr 2019/2020 auch in dem durch die Pandemie belasteten Marktumfeld auf hohem Niveau gehalten werden.
 

Rückgang des Mittelstandsgeschäfts im In- und Ausland sowie Zunahme bei Großprojekten

Der Blick auf die Verteilung des Neugeschäfts entlang der Geschäftssegmente nach Objektklassen zeigt: Mit dem Ausbruch der Pandemie mussten wir Rückgänge in fast allen Geschäftssegmenten verzeichnen. Zu den Ausnahmen gehörte ein erneut erfolgreicher Geschäftsverlauf bei Großprojekten, vor allem im Rail-Geschäft.

  • Im Segment Maschinen und betriebliche Einrichtungen, das den Schwerpunkt des Asset-Finance-Geschäfts der Deutschen Leasing darstellt, erreichte das Neugeschäft bei einem Rückgang um 14 Prozent zum Vorjahr ein Volumen in Höhe von 4,7 Milliarden Euro.
  • Das Segment Straßenfahrzeuge umfasst sowohl das PKW- und Flottengeschäft, das stark von den rückläufigen Neuzulassungen belastet war, als auch Nutzfahrzeuge. Die Deutsche Leasing erzielte in diesem Segment ein Neugeschäftsvolumen von 2,1 Milliarden Euro, das sich – bei einem Rückgang um rund 7 Prozent zum Vorjahr – aufgrund von Großgeschäften moderater entwickelte.
  • Das Segment Energie und Transport übertraf mit mehreren großvolumigen Finanzierungstransaktionen und einem Neugeschäftsvolumen von 1,5 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 14 Prozent. Maßgeblich waren hier die Geschäftsabschlüsse im Bereich Rail.
  • Das Segment Immobilien lag mit einem Neugeschäftsvolumen von 450 Millionen Euro 32,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Volatilitäten im Neugeschäftsverlauf sind für dieses Geschäftssegment aufgrund der längeren Vorlaufzeiten und der Strukturierungsanforderungen geschäftstypisch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam hinzu, dass sich coronabedingt einige Projekte verschoben haben.
  • Im Segment Informations- und Kommunikationstechnik lag das Neugeschäft mit 395 Millionen Euro um rund 24 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Infolge der Pandemie ist zu erwarten, dass die technologische Weiterentwicklung der Unternehmen (Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsplätzen) beschleunigt wird und die damit verbundenen IT-Anforderungen deutliche Impulse für das Neugeschäft ergeben.
     

Beteiligungen in Teilen von Pandemie-Auswirkungen beeinflusst

Die Deutsche Factoring Bank erreichte im Jahr 2020 einen Factoringumsatz von 16,9 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vorjahresniveau eine Veränderung von -6,9 Prozent. Den Umsatzrückgängen bei Bestandskunden insbesondere aufgrund der Pandemie stand ein deutliches Wachstum durch neu gewonnene Factoringkunden gegenüber. 27,4 Prozent des Umsatzvolumens wurden in den Bereichen Export- und Importfactoring generiert. Mit dem Produkt S-Compact bietet die Deutsche Factoring Bank speziell kleineren Firmen- und Gewerbekunden der Sparkassen Lösungen für die Unternehmensfinanzierung – ab 2021 auch online. So wurden im vergangenen Geschäftsjahr rund 85 Prozent der neu abgeschlossenen Verträge durch Sparkassen vermittelt.

Die Bad Homburger Inkasso (BHI) konnte neue Kunden, insbesondere aus der Wohnungs- und Energiewirtschaft, hinzugewinnen und ist für 1.187 Mandanten tätig – darunter 319 Sparkassen und weitere Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. Zur deutlichen Ergebnissteigerung beigetragen haben insbesondere die Akquisition eines neuen Großkunden mit rund 50.000 Forderungen sowie die Ausweitung des Geschäftsumfangs mit einem Bestandskunden, der über 100.000 Kleinstforderungen in die Bearbeitung übergeben hat. Als ein assoziiertes Unternehmen der Deutsche Leasing Gruppe bietet die Bad Homburger Inkasso Lösungen rund um notleidende Forderungen sowie die marktgerechte Verwertung von mobilen und immobilen Sicherheiten für ihre Gesellschafter, für die Sparkassen sowie weitere Unternehmen und Institutionen an.

Die S-Kreditpartner hat sich trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auch 2020 erfolgreich entwickelt. Mit einem Kreditvolumen von 8,5 Milliarden Euro und 199 Vollkooperationssparkassen konnte das Joint Venture der Deutschen Leasing mit der Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse seine Position als Produktspezialist für Fahrzeug- und Konsumentenkredite in der Sparkassen-Finanzgruppe weiter ausbauen. Über 340 Sparkassen nutzen das Online-Produktangebot S Kredit-per-Klick.
 

COVID-19-Krise mit Maßnahmenplan begegnet

Um den wirtschaftlichen und operativen Herausforderungen nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie unmittelbar zu begegnen, ergriff die Deutsche Leasing eine Reihe von Maßnahmen für das In- und Ausland. Dabei standen Ad-hoc-Maßnahmen wie Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Wechsel in Homeoffice-Bedingungen und Handling von Stundungsmaßnahmen zunächst im Fokus.

Um zudem angemessen und aktiv auf mittel- und langfristige wirtschaftliche wie strukturelle Auswirkungen der COVID-19-Krise reagieren zu können, hat die Deutsche Leasing Gruppe einen Corona-Handlungsplan initiiert. Dieser adressiert insbesondere Themen rund um Vertrieb, Risiko, Kosten und Digitalisierung. Dazu gehörten insbesondere eine angepasste Markt- und Risikobearbeitung sowie eine enge Begleitung unserer Kunden im Rahmen sogenannter „Care Calls“, um individuelle Bedarfe rechtzeitig zu identifizieren und potenzielle Risikofaktoren abzuschätzen.
 

Strategische Initiativen gezielt forciert und Marktchancen realisiert

Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen haben wir unseren Kurs einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Deutschen Leasing fortgesetzt und in Teilen wie beim Thema Digitalisierung sogar forciert. Dabei konnten wir auch einige Marktchancen für uns nutzen und erfolgreich vorantreiben.

Bei der Zusammenarbeit mit den Sparkassen haben wir unser Lösungsangebot im Geschäfts- und Gewerbekundensegment ausgebaut, digitalisiert und online verfügbar gemacht. Besonders in Zeiten von COVID-19 und erhöhten Kontaktbeschränkungen kommt dieser engen Kooperation zur Entwicklung digitaler und online verfügbarer Produkte eine besondere Bedeutung zu. So haben wir den digitalen S-Gewerbekredit zur Finanzierung von kleineren Ausrüstungsinvestitionen im vergangenen Geschäftsjahr in weiteren Sparkassen erfolgreich etabliert. Der bundesweite Roll-out wird in diesem Geschäftsjahr forciert fortgesetzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr schloss die Deutsche Leasing Gruppe eine Kooperation mit der UniCredit Bank ab, mit der sich erweiterte Geschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft Leasing/Mietkauf sowie weitere Potenziale für die Markterschließung insgesamt verbinden.

Unsere internationalen Aktivitäten haben wir im Bereich der Exportfinanzierung durch den Erwerb von Anteilen an der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH (AKA) ausgeweitet. Das ECA (Export Credit Agency)-Angebot richtet sich vor allem an Mittelstandskunden der Sparkassen und der Deutschen Leasing, aber auch an deutsche Hersteller aus Industrie und Handel (Vendorpartner) und ihre Kunden im Ausland. Darüber hinaus haben wir unser internationales Netzwerk in der DACH-Region im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine eigene Zweigniederlassung in der Schweiz ergänzt, deren operativer Start im Geschäftsjahr 2020/2021 erfolgt ist. Die Deutsche Leasing Gruppe ist damit in insgesamt 24 Ländern mit Standorten vertreten.

Weiter haben wir unsere Digitalisierungs- und IT-Modernisierungsvorhaben auf dem Weg hin zur „Digitalen Deutschen Leasing“ forciert und wichtige Fortschritte für zukunftsfähige Lösungen sowohl für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für unsere Kunden und Partner/Vendoren erreicht. Die COVID-19-Pandemie hat uns zusätzlich darin bestätigt, verstärkt in digitale Produkte und Prozesse zu investieren. Das im Geschäftsjahr 2019/2020 eingeleitete Handlungs- und Investitionsprogramm sind wir trotz aller begleitenden Herausforderungen priorisiert angegangen. Dieses Programm fokussiert sich neben der IT-Modernisierung und der effizienteren Gestaltung eigener Produkte und Prozesse auf den Auf- und Ausbau digitaler und zinsunabhängiger Geschäftslösungen sowie eine kontinuierliche Verzahnung mit den Sparkassen im In- und Auslandsgeschäft.

Dazu gehört, dass das Vendorengeschäft unter Einsatz digitaler Schnittstellen (Virtual Captive Plattform) weiter ausgebaut wird. Sie bilden die Basis einer effizienten, länderübergreifenden Geschäftsabwicklung auf digitalem Weg. Innerhalb der Deutschen Leasing wurden Prozesse durch den Einsatz erster robotergesteuerter Prozessautomatisierungen (RPA) vereinfacht. Unsere Tochtergesellschaft DAL Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) hat ein digitales Beschaffungs- und Finanzierungsportal für das IT-Hardwaregeschäft für Mitarbeiter, Kunden und Partner eingeführt, das bereits innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe genutzt wird und als Blaupause für weitere Portallösungen der Deutsche Leasing genutzt werden kann.
 

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020/2021

Auch im neuen Geschäftsjahres 2020/2021 sehen wir uns mit Blick auf die COVID-19-Krise und ihren Auswirkungen international wie national weiterhin mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert.

Um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein und handlungsfähig zu bleiben, verfolgen wir unseren unternehmensstrategischen Kurs konsequent weiter: Mit unseren laufenden Projekten erreichen wir zum einen wichtige Digitalisierungsfortschritte. Zum anderen stellen wir mit ergriffenen Maßnahmen und Initiativen langfristig die Weichen dafür, den Wachstumspfad der Deutschen Leasing nach Stabilisierung der gegenwärtigen COVID-19-Situation fortsetzen zu können. Damit zielen wir auch auf weiterhin bestehende Wachstumsfelder im Asset-Finance- und Asset-Service-Markt.

Im Bereich der Digitalisierung investieren wir kontinuierlich weiter in Produkte, Prozesse und Serviceangebote, um den sich verändernden Marktanforderungen zu begegnen. Dabei steht die Erschließung von Online-Vertriebskanälen und die Entwicklung von webbasierten, auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden abgestimmten Plattformen im Fokus. Damit einher gehen eine stärkere Standardisierung und Modularisierung von Produktstrukturen sowie einheitliche Abwicklungsprozesse. In den vergangenen drei Jahren hat unsere Digital Innovation Unit (DIU) wichtige Impulse für unsere Digitalisierung geliefert. Um weitere digitale Zukunftsthemen für die Deutsche Leasing Gruppe voranzutreiben, haben wir uns entschieden, die bisherigen Aktivitäten auszubauen. Dafür gründen wir eine eigenständige Gesellschaft, die unter dem Namen „vent.io GmbH“ künftig firmieren wird.

Das gemeinsame Verbundgeschäft mit den Sparkassen wird weiter intensiviert. Dabei wollen wir als Partner des deutschen Mittelstands die gegebenen Marktpotenziale der Sparkassen-Finanzgruppe vor allem in einer digitalen Welt noch zielorientierter erschließen. Um eine systematische und standardisierte Herangehensweise an das Kundensegment der Geschäfts- und Gewerbekunden zu gewährleisten, hat die Deutsche Leasing Gruppe mit Beginn des neuen Geschäftsjahrs 2020/2021 eine spezialisierte Vertriebseinheit etabliert.

Im internationalen Geschäft setzen wir mit unserem internationalen Netzwerk auf die Erschließung zusätzlicher Marktpotenziale. Begünstigt durch ein anhaltend exportorientiertes Umfeld der deutschen Wirtschaft, ergeben sie sich durch die zentralen Säulen unserer internationalen Aktivitäten und Partnerschaften: durch das Kooperationsgeschäft mit international agierenden Vendoren (Hersteller von Maschinen und Anlagen), durch die Begleitung von deutschen Unternehmen bei deren Direktinvestitionen und durch unsere Zusammenarbeit mit den Sparkassen im Ausland. Ergänzend dazu bieten sich uns gute Ertragsmöglichkeiten im Bereich der Exportfinanzierung durch unsere enge Kooperation mit der AKA. Weitere Marktchancen sehen wir zusammen mit der DAL bei strukturierten Finanzierungen im Spezial- und Projektgeschäft – beispielsweise im internationalen Rail- und IT-Geschäft.

Erwartungsgemäß wird das Geschäftsjahr 2020/2021 der Deutsche Leasing Gruppe durch den weiteren Pandemieverlauf und die damit verbundenen Rahmenbedingungen geprägt sein. Sofern sich das Pandemiegeschehen nicht verschärft, erwarten die Wirtschaftsinstitute einen deutlichen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen, getrieben durch Nachholeffekte und auch die relativ gute Wirtschaftsentwicklung in China. Weiterhin bestehen jedoch zwei wesentliche Unsicherheitsfaktoren: zum einen eine (gegebenenfalls erneute) Unterbrechung der wirtschaftlichen Erholung und zum anderen die tatsächliche Insolvenzdynamik, wenn die Staatshilfen für Unternehmen auslaufen. Hinzu kommen weitere Herausforderungen wie nicht abschließend gelöste Handelskonflikte, die „Post-Brexit-Phase“ oder die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB. Insgesamt strebt die Deutsche Leasing Gruppe ein Neugeschäftsvolumen an, welches aufgrund der langsameren volkswirtschaftlichen Erholung auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019/2020 liegt.

Zuversichtlich blicken wir auf die Chancen und Wachstumsfelder besonders im Asset-Finance- und Asset-Service-Markt, die in Teilen auch durch einen beschleunigten Strukturwandel befördert werden. Dabei sind treibende Themen wie Digitalisierung, zukunftsfähige Infrastrukturen und Nachhaltigkeit auch unabhängig von der COVID-19-Pandemie längst Teil unserer Realität. Dass wir diese Marktanforderungen intensiviert und verantwortungsvoll weiter angehen, deckt sich auch mit den Erwartungen unserer Partner und mittelständischen Kunden in den Regionen und weltweit. So sehen wir es auch als ein wichtiges Signal an, bei der im Dezember letzten Jahres veröffentlichten „Selbstverpflichtung für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ der Sparkassen-Finanzgruppe als Erstzeichner von Beginn an dabei zu sein und die damit verbundenen Ziele als Verbundunternehmen in den kommenden Jahren mitzugestalten.

In diesen bewegten und von Unsicherheit geprägten Zeiten bleiben die Anforderungen hoch. Allerdings sind wir davon überzeugt, mit unseren ergriffenen Maßnahmen und Initiativen den richtigen Weg eingeschlagen zu haben: einerseits unternehmerisch konsequent und vorausschauend in der zurzeit von Krisen bestimmten wirtschaftlichen Situation zu handeln und andererseits chancenorientiert und aktiv die Zukunft zu gestalten – sowohl im Sinne des Unternehmens, und damit unserer Gesellschafter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als auch für unsere Kunden und Partner.
 

Unterschrift der Vorstände der Deutschen Leasing