
Investition in moderne Strahlentherapie
Strategische Medizintechnikinvestition zur Stärkung überregionaler Versorgung.
Das St. Georg Klinikum selbst ist ein Krankenhaus der regional intermediären Versorgung, also ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit einem teilweise überregionalen Versorgungsauftrag. Es bietet ein breites Spektrum spezialisierter medizinischer Leistungen und verfügt über hochqualifiziertes Fachpersonal
sowie moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Damit schafft es die infrastrukturelle Grundlage, auf der die ambulanten Strukturen des MVZ optimal aufbauen können.
Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Medizinischen Versorgungszentrums setzt das Klinikum mit der gezielten Beschaffung eines neuen Linearbeschleunigers ein starkes Zeichen für die Zukunft der ambulanten Strahlentherapie in Thüringen. Kernstück der Investition ist ein Linearbeschleuniger des Typs Varian TrueBeam, ausgestattet mit HD-Bildgebung, adaptiver Bestrahlungsplanung und automatisierter Patientenidentifikation. Der TrueBeam schafft die Grundlage für moderne Therapieverfahren wie Hypofraktionierung, stereotaktische Bestrahlung und komplexe intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) bzw. volumenmodulierte Strahlentherapie (VMAT). Die moderne Technologie sichert nicht nur qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort, sondern hat es zugleich ermöglicht, führende Strahlentherapeutinnen und Strahlentherapeuten für den Standort zu gewinnen. Ziel ist die nachhaltige Sicherstellung einer hochqualitativen, ambulanten onkologischen Versorgung für Patientinnen und Patienten in Eisenach, der umliegenden Region und darüber hinaus.
Strategische Einbettung in die Weiterentwicklung der regionalen Versorgung
Die Investition ist Teil einer umfassenden Strategie zur Weiterentwicklung der gesamten klinischen Infrastruktur und des Medizinischen Versorgungszentrums. Im Zuge eines geplanten Neubaus am Klinikstandort in Eisenach werden Behandlungswege optimiert, Abläufe digitalisiert und Synergien zwischen ambulantem und stationärem Sektor gestärkt. Die Einführung einer digitalen Patientenakte mit integriertem Abrechnungssystem ist dabei ein weiterer zentraler Baustein, gefördert durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG).
„Uns war wichtig, dass die Finanzierung nicht nur wirtschaftlich tragfähig ist, sondern auch operativ zu unserem Investitionsrhythmus passt. Die modulare Struktur erlaubt uns, die Technik bedarfsgerecht zu erneuern, ohne unnötig Kapital zu binden.“
Christian Zybura, Kaufmännischer Leiter der MVZ Eisenach GmbH
Finanzierung: Maßgeschneidertes Leasingkonzept für moderne Medizintechnik
Die MVZ Eisenach GmbH hat für die Investition ein flexibles und wirtschaftlich tragfähiges Leasingmodell gewählt. Die Finanzierung erfolgt über mehrere objektspezifische Einzelverträge:
- Linearbeschleuniger: Leasing über sieben Jahre mit anfänglich reduzierter Rate, um die Installations- und Implementierungsphase finanziell abzufedern. Eine abschließende Option zur Vertragsverlängerung stellt Planungssicherheit für beide Seiten sicher.
- Periphere Komponenten: Für IT-Infrastruktur und Lagerungssysteme wurden zeitlich abgestimmte Einzelverträge abgeschlossen, die sich an Lieferterminen und Projektphasen orientieren.
„Uns war wichtig, dass die Finanzierung nicht nur wirtschaftlich tragfähig ist, sondern auch operativ zu unserem Investitionsrhythmus passt“, erklärt Christian Zybura, Kaufmännischer Leiter der MVZ Eisenach GmbH. „Die modulare Struktur erlaubt uns, die Technik bedarfsgerecht zu erneuern, ohne unnötig Kapital zu binden.“
Die Darstellung der Finanzierung erfolgt außerbilanziell über das MVZ als Leasingnehmer, wobei die Leasingaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben erfasst sind und dabei wichtige Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalquote oder Gesamtverschuldung schonen. Eine Einbindung des Klinikums als Mitleasingnehmerin diente als ergänzende Besicherung und sichert gleichzeitig einen Anspruch auf Nutzung der Finanzierungsobjekte durch die Konzernmutter.
Geliefert wurden die Geräte bereits im dritten Quartal 2025. Fördermittel konnten für dieses Projekt nicht in Anspruch genommen werden, was die Bedeutung einer effizienten und bankenunabhängigen Finanzierungslösung unterstreicht.
„Wir haben das Konzept gemeinsam mit dem Kunden entwickelt. Es orientiert sich an den tatsächlichen Nutzungsdauern der Medizintechnik“, sagt Stephan Märzke, verantwortlicher Gebietsleiter der Deutschen Leasing. „Gerade im Gesundheitswesen ist es entscheidend, Investitionen so zu strukturieren, dass sie sowohl medizinisch als auch betriebswirtschaftlich sinnvoll sind.“
Die Leasinglösung bietet dem MVZ sowie dem Klinikum die nötige Flexibilität, um technologische Innovationen zeitnah umzusetzen und gleichzeitig die Liquidität zu schonen – ein Modell, das sich besonders für Einrichtungen eignet, die komplexe Investitionen in mehreren Stufen realisieren.
Das Beispiel des St. Georg Klinikums zeigt, wie gezielte Investitionen in Medizintechnik nicht nur die Versorgungsqualität verbessern, sondern auch wirtschaftlich tragfähig und strategisch sinnvoll eingebettet sein können. Die Kombination aus Leasingfinanzierung, technologischer Innovation und regionaler Versorgungssicherung macht dieses Projekt zu einem Musterbeispiel für die Finanzierung im Krankenhauswesen.
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