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Wachstum durch Internationalisierung

Deutsche Leasing begleitet Ernst-Gruppe bei Auslandsinvestitionen

Immer mehr deutsche Mittelständler wie die Ernst-Gruppe sind auch international aktiv. Der Spezialist für Stanz- und Ziehteile sowie hochwertige Baugruppen produziert heute neben dem Stammsitz im badischen Oberkirch auch in Asien und in Übersee. So nutzt das Familienunternehmen die Chancen der Internationalisierung – auch in Märkten mit sehr unterschiedlichen Anforderungen. Dank länderspezifischen Know-hows und eigener Experten vor Ort fand die Deutsche Leasing passende Finanzierungslösungen für die Ernst-Gruppe.

Die seit fast 50 Jahren bestehende Ernst-Gruppe ist ein weltweit führender Spezialist für Präzisionskomponenten der Stanz- und Umformtechnik einschließlich nachgelagerter Wertschöpfungsstufen. „Unsere Produkte aus Metall, wie etwa Gehäuse für Airbags, befinden sich heute weltweit in den meisten Fahrzeugen“, erläutert Paul Dieter Waltersbacher, Treasurer bei der Ernst-Gruppe. Gerade bei Sicherheitskomponenten zahlt sich die hohe Präzision der Produkte aus. Kein Wunder dass der Mittelständler aus Baden-Württemberg von der Automobilbranche als wichtiger Entwicklungspartner geschätzt wird.

Schon frühzeitig expandierte die Ernst-Gruppe ins Ausland, zunächst im Jahr 1997 nach Frankreich, 2005 folgten die USA und einige Jahre später China. Heute betreibt die Konzernmutter dort mit ihren Tochtergesellschaften lokale Produktionsstandorte. Als Hauptgrund für das Engagement im Ausland benennt Waltersbacher die Unterstützung ihrer global agierenden Kunden: „Als strategischer Lieferant müssen wir nah an unseren Kunden sein, die mittlerweile weltweit unsere Produkte einsetzen. Insbesondere in dynamischen Märkten wie China wünschen sie sich eine werksnahe Belieferung“. Zudem bietet eine Auslandsexpansion die Chance, neue Kunden zu gewinnen. „Wachstum ist fast nur noch möglich, wenn man so wie unser Unternehmen einen internationalen Fertigungsverbund hat“, erläutert Waltersbacher.
 

 Von der Deutschen Leasing finanzierte CNC-Drehmaschine am Standort USA der Ernst-Gruppe | Bildquelle: Ernst-Gruppe
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Expertennetzwerk unterstützt Mutter- und Tochterunternehmen vor Ort

„Doch bei allen Chancen haben Auslandsinvestitionen auch ihre Tücken. Gefragt ist ein gut vorbereiteter Finanzierungsplan“, erklärt Thomas Podolski, Auslandsspezialist bei der Deutschen Leasing. Als internationaler Asset-Finance-Partner und Betreiber des größten Auslandsnetzwerks der Sparkassen-Finanzgruppe begleitet die Deutschen Leasing schon seit Jahrzehnten Firmenkunden bei ihren Auslandsgeschäften. Die Experten der Deutschen Leasing beraten bei der Entwicklung eines individuellen Investitionskonzepts, abgestimmt auf die Unternehmensstrategie des Kunden. Sie kennen die landestypischen Anforderungen – seien es steuerliche, rechtliche oder kulturelle Aspekte. Das kommt gerade Unternehmen mit Auslandstöchtern zugute. „Wir können die Mittelständler nicht nur hierzulande mit der nötigen Expertise unterstützen, sondern begleiten die Kunden auch im Ausland mit unseren deutschsprachigen German Desk Managern“, erläutert Podolski.

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Dieses Expertennetzwerk war einer der Gründe, warum die Ernst-Gruppe bei ihren Direktinvestitionen an den Auslandsstandorten auf die Deutsche Leasing setzte. Bereits 2011 kam der Kontakt über den Firmenkundenberater der Sparkasse Offenburg/Ortenau zustande. 2014 konkretisierte sich die Zusammenarbeit bei der kurzfristigen Finanzierung einer CNC-Drehmaschine und einer Waschanlage im Wert von rund einer Million Euro für die US-Tochter von Ernst. Hierbei handelt es sich um spezielle Maschinen für den nachgelagerten Fertigungsprozess in der Produktionskette. Dabei griff die Deutsche Leasing auf eine Finance-Lease-Lösung zurück, die für den Kunden innerhalb kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde. „Von Anfang an arbeiteten wir vertrauensvoll zusammen. Die professionelle Beratung im In- und Ausland, die internationale Fachexpertise sowie die schnellen Abwicklungsprozesse überzeugten uns“, so Waltersbacher.
 

Länderspezifische Anforderungen für Finanzierung in China

Aufgrund der positiven Erfahrungen setzte die Ernst-Gruppe wenige Jahre später auch bei Investitionen der chinesischen Tochterfirma auf die Deutsche Leasing. Das geschah 2017 bei der Anschaffung einer 1000t-Transferpresse mit Bandzuführanlage und Zubehör. Diese Produktionsmaschine wird eingesetzt, um Stahlbänder beispielsweise zu Motorgehäusen zu formen, die in Autos verwendet werden. Das Finanzierungsvolumen für die Maschinenanlage belief sich auf umgerechnet 2,6 Millionen Euro. „Bei diesem Projekt spielte das sogenannte `Borrowing Gap´, mitunter eine Besonderheit des chinesischen Investitionsrechts, eine wichtige Rolle“, erläutert Podolski. Diese Regel besagt, dass ausländische Firmen, die in China ein Unternehmen haben, einen bestimmten Teil der Investitionssumme als Eigenkapital vorhalten müssen. Die Ernst-Gruppe hätte im Falle einer Eigenfinanzierung mit Gesellschafterdarlehen aus Deutschland heraus eine erhebliche Aufstockung des Eigenkapitals vornehmen müssen. Das Unternehmen präferierte jedoch eine lokale Finanzierungslösung in der Landeswährung.

„Bei einer lokalen Finanzierung durch die Deutsche Leasing in Shanghai greifen diese Regularien des ´Borrowing Gap´ nicht. Konkret boten wir eine Finance-Lease-Lösung an, die den gesetzlichen Anforderungen des chinesischen Marktes und dem individuellen Bedarf der Ernst-Gruppe gleichermaßen entsprachen“, erklärt Podolski. Das Leasingobjekt diente dabei als Sicherheit im Investitionsland und die Vertragslaufzeit konnte aufgrund der Leasinglösung für einen längeren Zeitraum gestaltet werden.

Ein Jahr später finanzierten die Ernst-Gruppe und die Deutsche Leasing mit einer Sale-and-lease-back-Vertragsgestaltung gemeinsam weitere Produktionsmaschinen am chinesischen Standort. Nun stehen bereits weitere Projekte vor der Tür: „Wir sehen die Deutsche Leasing auch langfristig als strategischen Partner für die Finanzierung unserer Auslandsstandorte in China und den USA. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Leasing ergänzt unsere langjährige und bewährte Geschäftsbeziehung mit der Sparkasse Offenburg/Ortenau. Im Inland wie Ausland können wir gebündelt auf die Investitionslösungen des Sparkassenverbunds setzen. Das gibt Planungssicherheit und Flexibilität“, erläutert Waltersbacher.