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Solaranlagen steigern die Unabhängigkeit

Solaranlagen steigern die Unabhängigkeit

Unternehmen können zwischen mehreren Formen der Finanzierung wählen

Strom wird immer teurer. Die Großhandelspreise für Strom haben im Vergleich zum Vorjahr um knapp 600 Prozent zugelegt. Für viele Unternehmen wird das zunehmend zur Belastung. Zum Teil können sie die steigenden Kosten nicht weitergeben oder schränken die Produktion ein. Mit den hohen Strompreisen wird die eigene Solaranlage für viele zur Alternative.

Viele Unternehmen denken bei stark steigenden Strompreisen über die eigene Solaranlage nach: „Wir beobachten ein stark steigendes Interesse von Unternehmen an Photovoltaik“, sagt Jürgen Hilkhausen, Großkundenbetreuer bei der Deutschen Leasing. Das Potenzial ist groß. Energieberater helfen dabei, die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zu analysieren.

Großes ungenutztes Potenzial

Schließlich sind nur sieben Prozent der geeigneten Dachflächen in Deutschland mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg haben berechnet, dass rein technisch gut 3.260 Gigawatt Solarstrom in Deutschland erzeugt werden könnten. Das entspricht dem Dreifachen des gesamten Strombedarfs im Land.

So weit ist es noch lange nicht, aber mit selbst erzeugtem Strom machen sich Unternehmen ein Stück weit unabhängig gegenüber externen Lieferanten und können sich auch so vor weiteren Preissteigerungen schützen. Auf jede Kilowattstunden Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage entfallen schließlich kein Arbeits- und Grundpreis und auch keine weiteren Netzentgelte. Beim Bau von Photovoltaikanlagen unterstützt unter anderem die staatliche Förderbank KfW Unternehmen mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen.

Individuelle Lösung für die Finanzierung
Bildnachweis: iStock, Lorado

Individuelle Lösung für die Finanzierung

Auch die Deutsche Leasing und die Deutsche Anlagen-Leasing bieten maßgeschneiderte Lösungen an: „Wir suchen die passenden Finanzierungslösung für jeden Einzelfall. Das Spektrum reicht über den klassischen Kreditkauf über Mietkauf bis hin zum Leasing“, sagt Hilkhausen. Dabei besteht eine enge Kooperation mit den Sparkassen. Sie finanzieren häufig die Immobilie selbst, die Deutsche Leasing und die Deutsche Anlagen-Leasing die Solarstromanlage.
Wer die klassische Kreditfinanzierung wählt, der kann die direkten Förderprogramme in Anspruch nehmen. Bei steigenden Strompreisen rechnen sich die Investition schneller: „In der Regel amortisieren sich Anlagen in einem Zeitraum zwischen sechs bis acht Jahren“, erklärt Hilkhausen. Die Attraktivität der Anlagen ist gestiegen. Das liegt auch an den sinkenden Preisen für Solarmodule. Mittlerweile ist Solaranergie die günstigste Form der Energieerzeugung.

Auch Leasing ist eine Alternative zur Finanzierung. Hier kann der Leasingnehmer nach Ablauf des Leasingvertrags entscheiden, ob er die Anlage kaufen möchte. Mietkauf ist eine weitere Lösung, der für Unternehmen in Frage kommt. Dabei lassen sich die Mietraten flexibel anpassen, erklärt Hilkhausen: „Zum Beispiel lassen sich in Monaten mit hoher Sonneneinstrahlung und entsprechend größerer Stromproduktion die Raten höher ansetzen, in weniger sonnenreichen Monaten dagegen niedriger.“

Welche Variante die beste ist, kommt auf den Einzelfall an. „Jedes Unternehmen und jede Photovoltaik-Anlagen hat einen eigenen Hintergrund, der darüber entscheidet, welche Variante die beste ist“, erklärt Hilkhausen. Und wer den Strom nicht vollständig im eigenen Unternehmen aufbraucht, kann ihn speichern oder aber vor Ort einspeisen und damit weitere Einnahmen generieren.

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