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Branchen-Check: Die Transport- und Logistikbranche nach dem Re-Start

Die Corona-Pandemie hat auch vor der Transport- und Logistikbranche nicht haltgemacht. Nun beginnt die Phase des Re-Starts. Für viele unter schwierigen Vorzeichen, für einige mit Rückenwind. Diese „heterogene Infizierung“ hat Einfluss auf künftige Investitionen und Prozesse.
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Dieter Behrens, Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Leasing AG 

 
 
Ein Rückgang wie noch nie: Im April brachen die deutschen Exporte um 30 Prozent ein. Erneut eine wirtschaftliche Hiobsbotschaft, die einen reflexartig zusammenzucken lässt. Doch sie spiegeln nur einen Teil der Wahrheit wider. Denn die Folgen des Lockdowns betreffen einzelne Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich. Die „heterogene Infizierung durch Corona“ bestimmt den Ballast oder den Rückenwind, mit dem sie in der Phase des Re-Starts wieder Fahrt aufnehmen.

Die Profiteure – Lebensmittel- und Pharmabranche

Auf der einen Seite stehen die Krisen-Profiteure – zum Beispiel die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie. Ihnen hat die Krise nicht geschadet, sondern ganz im Gegenteil sogar genützt. Ihre Produkte wurden auch in der Krise transportiert, gelagert und umgeschlagen. Positive Effekte für angrenzende Wirtschaftszweige inklusive. So gerieten beispielsweise Kühlhäuser an ihre Vollauslastung, da Tiefkühlprodukte in den vergangenen Wochen gefragter waren denn je – und es bis jetzt sind. In diesen Bereichen sind Investitionen zu beobachten, Transport- und Lager-Personal wird sogar neu eingestellt.

Die Gebeutelten – Automobilbranche und Zulieferer

Von soviel Zuversicht können Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie nur träumen. Eine der Schlüsselindustrien des deutschen Exports stand bereits vor der Corona-Pandemie vor der Herkulesaufgabe, sich wandeln und Prozesse neu auszurichten zu müssen. Die Krise beschleunigt diese Entwicklung und zeigt, wie viele Branchen hierzulande von ihrem Wohlergehen abhängig sind: vom Maschinenbau über die Chemie- und Mineralöl-Wirtschaft bis hin zur Kunststoffindustrie. Sie treffen die Auswirkungen des Lockdowns besonders hart.

Investitionen – für Stadt, Straße und Wasser

Doch was bedeutet die aktuelle Lage für die Investitionen einzelner Branchen? Ganz gleich ob gebeutelt oder Profiteur: Auch in Krisenzeiten werden Weichen für die Zukunft gestellt – nicht nur in einem Bereich mit hohem Transformationsbedarf wie dem ÖPNV. Hier beobachten wir aktuell erhebliche Investitionen. Das langfristige Commitment zu emissionsfreien und emissionsärmeren Fahrzeugen ist in der „Clean Vehicles Directive“ festgelegt – und wackelt durch seine Langfristigkeit auch in Krisenzeiten nicht. Auf der Straße gibt es ebenfalls nachhaltigen Rückenwind. Die Verlängerung der Mautbefreiung für erdgasbetriebene Lkw bis Ende 2023 lässt Transportunternehmen wieder verstärkt in diese umweltfreundlichen Antriebe investieren. Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich auch mit Blick auf die Umschlagsbetriebe in den Binnen- und Seehäfen. Sie investieren in den kombinierten Ladungsverkehr und ersetzen alte Containerbrücken und wappnen sich für die schnellere Löschung der Ladung. Somit werden sie auch der größeren Breite der neuen „Super-Post-Panamax-Schiffsgeneration“ gerecht.

Die Krise als Automatisierungs-Booster

Jenseits weitreichender Zukunftsplanungen setzen krisenbedingte Auftragsrückgänge auch Prozessveränderungen in Gang. Gerade Logistik-Unternehmen nutzen geringere Auslastungen für ABC-Analysen und überprüfen, welche Bereiche weiter automatisiert werden können. Moderne Kleinteilelager verarbeiten künftig auch langsam umzuschlagende Warengruppen automatisiert. Oder: Für größere Waren kommen fahrerlose Transportsysteme – sogenannte Automated Guided Vehicle – zum Einsatz. So wird die Krise für einige Unternehmen zum Automatisierungs-Booster, der die Zukunftsfähigkeit positiv beeinflusst.

Für größere Waren kommen fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz
© iStock -  Chesky_W

Was bleibt von der Krise

Die Corona-Pandemie hat vielerorts Schwächen in den Logistikketten aufgezeigt. Die Bandbreite künftiger Veränderungen reicht von der stärkeren Einlagerung von systemwichtigen Produkten bis hin zu vollständig automatisierten Lager- und Transportketten. Darauf müssen sich Profiteure und Gebeutelte individuell einstellen. Ein universelles Allheilmittel wird es nicht geben. Klar ist: Digitalisierung und Automatisierung werden auch nach Corona weiter voranschreiten – und vielversprechende Innovationen vorantreiben. Vollautomatisierte Lagerprozesse, automatisierte Portalhubkräne für Container oder auch selbstfahrende Tankcontainer-Fahrzeuge sind längst Alltag. Innovationen wie etwa Hyperloops, bei denen luftkissengetragene Kapseln im hohen Tempo verschickt werden, werden bereits getestet. Ob und wann wir diese sehen werden, wird die Zukunft zeigen. Ebenso wie die Beförderung von Waren mittels Drohnen oder Robotern. Im Re-Start liegt für die Transport- und Logistikbranche eine echte Chance. Eben nicht bloß ein „Zurück zum Bewährten“, sondern ein: Zurück in die Zukunft!

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© iStock -  baranozdemir
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Die neue Normalität in der Supply Chain

Die Corona-Pandemie hat vielen Unternehmen jüngst gezeigt, welches Risiko die Lieferkette für den Betriebsablauf darstellen kann. Mehr Transparenz, der Einsatz digitaler Technologien und Mut zur Innovation ebnen den Weg in die Zukunft der Logistik.

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Autor:
Ein Gastbeitrag von Dieter Behrens, Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Leasing AG, Geschäftsfeld Sparkassen und Mittelstand
 

Bildnachweise:
Bühnenbild: © iStock - baranozdemir
Bild "Investitionen - für Stadt, Straße und Wasser"© iStock -  ollo
Bild "Die Krise als Automatisierungs-Booster"© iStock - Chesky_W
Bild "Was bleibt von der Krise": © iStock - baranozdemir