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Daten - Fakten - Meilensteine

Daten - Fakten - Meilensteine

Ein Blick auf das vergangene Geschäftsjahr, seine Herausforderungen und Meilensteine

Pressemitteilung vom 17.03.2021

Pressemitteilung

Bilanzpressekonferenz 2021: Deutsche Leasing erwartet anziehendes Geschäft

Rede zur Bilanzpressekonferenz

 
Es gilt das gesprochene Wort. 

Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing
Rede von Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender Deutsche Leasing AG, Bad Homburg v. d. Höhe

Sehr geehrte Damen und Herren,

Für die Deutsche Leasing Gruppe standen in den vergangenen Jahren die Zeichen auf Wachstum. Im Geschäftsjahr 2018/19 haben wir erstmals die 10 Milliarden Euro Neugeschäft übertroffen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 konnten auch wir uns nicht den gesamtwirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie entziehen. Während die erste Jahreshälfte noch weitgehend nach Plan verlief, wirkte sich die Pandemie in der zweiten Hälfte spürbar auf unsere Geschäftsentwicklung im In- und Ausland aus.

Ungeachtet dessen ist es uns gelungen,

  • ein Neugeschäft von 9,2 Milliarden Euro zu erzielen,
  • ein Wirtschaftliches Ergebnis von 70 Millionen Euro zu erreichen (nach umfangreicher Vorsorgebildung für zukünftige Ausfallrisiken und stichtagsbezogenen Währungskurseffekten),
  • unseren Substanzwert mit 2,1 Milliarden Euro leicht zu steigern und damit die positive Entwicklung der letzten Jahre beizubehalten.

Und trotz der erschwerten externen Rahmenbedingungen haben wir unsere strategischen Zukunftsvorhaben mit dem Fokus Digitalisierung weiter vorangetrieben und auch Marktchancen genutzt.

In unserem Geschäftsjahr 2019/20 haben wir weltweit und in Deutschland die schwerste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg erlebt. In Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, gibt es für Unternehmen umfangreiche staatliche Hilfsprogramme, die Insolvenzantragspflicht wurde eingeschränkt - aktuell bis 30. April - und bis Ende 2020 sollte eine Mehrwertsteuersenkung die Wirtschaft ankurbeln. Zusätzlich vergaben die deutschen Geldhäuser 2020 rund 35 Milliarden Euro an KfW-Sonderprogrammkrediten. Mehr als ein Drittel davon [37 Prozent] durch Sparkassen und Landesbanken organisiert.

Durch die Corona-bedingten Herausforderungen beschleunigte sich der Handlungs- und Veränderungsbedarf für den deutschen Mittelstand insgesamt, insbesondere für Schlüsselindustrien wie den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Dies gilt besonders für die Themen Digitalisierung von Produkten und Prozessen, IT-Modernisierung und Mobilität. Angesichts von Homeoffice und Reisebeschränkungen veränderten sich auch die Formen der Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen und auch mit Kunden und Partnern. Beeinflusst wurde dieser Handlungsdruck im vergangenen Jahr zusätzlich von anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten: Sei es der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die US-Wahlen, der Austritt Großbritanniens aus der EU oder die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB.

Um die aktuelle Situation zusammenzufassen: Ein Großteil der deutschen Unternehmen steht vor der Herausforderung, auf der einen Seite Stabilität und Resilienz zu erhöhen und auf der anderen Seite unter beschleunigtem Veränderungsdruck die eigene Zukunftsfähigkeit zu gestalten.

Geschäftsjahr 2019/20 – wirtschaftliches Umfeld

Blicken wir auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2019/20 zurück, bewegten wir uns schon vor Covid-19 in einem sich konjunkturell abkühlenden Umfeld mit gedämpften Wachstumserwartungen im In- und Ausland. Diese Situation verschärfte sich durch die Pandemie in einem historischen Ausmaß.

Wir alle haben die Diskussion zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft im In- und Ausland verfolgt. Viele von Ihnen haben darüber sicher auch schon geschrieben. Seien es die verschiedenen Szenarien für das Bruttoinlandsprodukt von V über U bis L, oder die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Spielarten der Lockdowns von „light“ bis hart. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur kurz auf die für die Deutsche Leasing relevanten Entwicklungen in den wichtigsten Wirtschaftsräumen eingehen.

Die Weltwirtschaft insgesamt ist im zweiten Quartal 2020 infolge der Covid-19-Pandemie drastisch eingebrochen. Die Rückgänge fielen vielerorts stärker aus als während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009.

In China begann die Verbreitung von Covid-19 und die damit einhergehende Lockdownphase bereits im Januar und damit deutlich früher als in anderen Ländern. Mit der schrittweisen Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen hat sich die konjunkturelle Lage erheblich verbessert. Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2020 mit einer Wachstumsquote, die nahezu auf Vorkrisenniveau lag. Für das Gesamtjahr prognostizierte der IWF der Volksrepublik ein Wachstum von 2,3 Prozent. Für 2021 sieht der IWF ein kräftiges Wirtschaftswachstum von 8,1 Prozent im Bereich des Möglichen.

Die Konjunktur in den USA erholte sich nach einem historischen Einbruch von minus 31,4 Prozent im zweiten Quartal deutlich und lag im Gesamtjahr 2020 nur noch um 3,5 Prozent unter der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Jahresende 2019.

Im Euroraum brach die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte 2020 in einem zuvor nicht beobachteten Ausmaß ein. Der Rückgang um 15 Prozent spiegelte die negativen Auswirkungen der Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung wider. Diese waren überwiegend im März eingeführt worden und größtenteils bis weit ins zweite Quartal gültig, bevor sie schrittweise gelockert wurden. Damit ging eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität einher. Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung für das Jahr 2020 nach einer ersten Schätzung von eurostat um 6,8 Prozent.

Auch in Deutschland brach die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte 2020 so stark ein, wie nie zuvor in einem Sechsmonatszeitraum seit Bestehen der Bundesrepublik; sie lag um -11,5 Prozent unter ihrem Niveau vom Schlussquartal 2019. Der Einbruch konzentrierte sich auf die sechs Wochen ab Mitte März. Schon im Mai setzte eine kräftige Erholung ein, die sich in nahezu allen Branchen fortsetzte und stark von Nachholeffekten geprägt war. Für das gesamte Jahr 2020 rechnet das Statistische Bundesamt mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5 Prozent.

Die Ausrüstungsinvestitionen waren überproportional stark negativ von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen. Sie fielen 2020 durch die pandemiebedingte Unsicherheit der Unternehmen um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gerade im Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft führte die Unsicherheit dazu, dass die Sicherung der Liquidität und das Krisenmanagement die Agenda dominierten – und nicht größere Zukunftsinvestitionen. Diese Investitionszurückhaltung wirkte sich auch auf die Leasingbranche aus. Nach der vorläufigen Prognose des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen zeigte sich 2020 ein Rückgang des Neugeschäfts im Mobilien-Leasing inklusive Mietkauf gegenüber dem Rekordjahr 2019 von 10 Prozent.

Verlauf Geschäftsjahr 2019/20

Die Deutsche Leasing Gruppe konnte ihre Marktführerschaft in Deutschland sowie ihre führende Position unter den Leasinganbietern in Europa erneut verteidigen und erzielte ein Neugeschäft von 9,2 Milliarden Euro.

Im Geschäft mit unseren Mittelstandskunden und den Sparkassen konnten wir im strategisch für uns wichtigen Segment der Geschäfts- und Gewerbekunden weitere Sparkassen an den digitalen S-Gewerbekredit anschließen – mit guter Resonanz im Markt. Gleichzeitig spürten wir im Geschäft mit den Unternehmens- und Firmenkunden Zurückhaltung bei neuen und größeren Investitionen.

Das inländische Vendorengeschäft in Kooperation mit Herstellern von Maschinen und Anlagen entwickelte sich positiv und konnte gegenüber dem Vorjahr zulegen. Dies gilt insbesondere für unser Geschäft mit dem Bausektor, in dem wir den Geschäftserfolg erneut steigern konnten. Das Geschäft über unsere Tochtergesellschaften im Ausland konnte die Vorjahreszahlen nicht erreichen. Hier wirkten sich die unterschiedlich starken Verläufe der Corona-Pandemie, die damit einhergehende wirtschaftliche Unsicherheit bei den Unternehmen und auch eingeschränkte Lieferketten in den einzelnen Ländern aus.

Im Bereich Fahrzeugleasing und Fuhrparkmanagement lagen wir unter dem Vorjahreswert, da unsere Kunden Ersatzinvestitionen aufgeschoben und bestehende Finanzierungen verlängert haben. Während des Lockdowns mussten wir auch die AutoExpo – unser eigenes, spezialisiertes Verwertungsunternehmen, das Leasingrückläufer an private und gewerbliche Abnehmer im In- und Ausland vermarktet – schließen. Die Schließungen im Autohandel insgesamt drückten die Verkaufspreise, wobei wir dank unserer konservativen Restwertpolitik durchgängig positive Ergebnisbeiträge erreichen konnten.

Größere Transaktionen prägen regelmäßig das Bild bei der DAL Deutsche Anlagen-Leasing (DAL), in unserer Gruppe das Kompetenzcenter für das Immobilien- sowie das Spezial- und Projektgeschäft. Dies war auch im Geschäftsjahr 2019/20 der Fall. Wie im Vorjahr sorgten mehrere Großtransaktionen im Segment Transport und Logistik für einen wichtigen Beitrag zu unserem Neugeschäft.

Der Blick auf die Verteilung des Neugeschäfts entlang der Geschäftssegmente nach Objektklassen zeigt: Mit dem Ausbruch der Pandemie mussten wir Rückgänge in den meisten Geschäftssegmenten und Ländern verzeichnen. Zu den Ausnahmen gehörten ein erneut erfolgreicher Geschäftsverlauf bei Großprojekten, vor allem im Rail-Geschäft.

Im Segment Maschinen und betriebliche Einrichtungen, das den Schwerpunkt des Asset-Finance-Geschäfts der Deutschen Leasing darstellt, erreichte das Neugeschäft bei einem Rückgang um 14 Prozent zum Vorjahr ein Volumen in Höhe von 4,7 Milliarden Euro.

Das Segment Straßenfahrzeuge umfasst neben dem Pkw-Geschäft, welches stark von den rückläufigen Neuzulassungen belastet war, auch Nutzfahrzeuge. Die Deutsche Leasing erzielte in diesem Segment ein Neugeschäftsvolumen von 2,1 Milliarden Euro und entwickelte sich mit einem Rückgang um rund 7 Prozent zum Vorjahr auch aufgrund von Großgeschäften, unter anderem im Logistiksektor und im ÖPNV, besser als der Markt.

Unsere besonders von Spezial- und Projektgeschäften geprägten Segmente Energie und Transport, Immobilien, sowie Informations- und Kommunikationstechnik, entwickelten sich heterogen:

Das Segment Energie und Transport übertraf mit mehreren großvolumigen Finanzierungstransaktionen und einem Neugeschäftsvolumen von 1,5 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 14 Prozent. Maßgeblich für diese Entwicklung waren hier die Geschäftsabschlüsse mit Kunden des SPNV und ÖPNV. Hier haben wir uns in den letzten Jahren zu dem führenden Leasingarrangeur im deutschen Markt entwickelt. Auch bei Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien konnten wir zweistellig zulegen.

Das Segment Immobilien lag mit einem Neugeschäftsvolumen von 450 Millionen Euro 32,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Volatilitäten im Neugeschäftsverlauf sind für dieses Geschäftssegment aufgrund der längeren Vorlaufzeiten und der Strukturierungsanforderungen geschäftstypisch. Im Geschäftsjahr 2019/20 kam hinzu, dass sich Corona-bedingt einige Projekte verschoben haben.

Im Segment Informations- und Kommunikationstechnik lag das Neugeschäft mit 395 Millionen Euro um rund 24 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Infolge der Pandemie ist zu erwarten, dass die technologische Weiterentwicklung der Unternehmen (Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsplätzen) beschleunigt wird und die damit verbundenen IT-Anforderungen deutliche Impulse für das Neugeschäft ergeben.

Insgesamt ist es uns gelungen, unsere Marktanteile im herstellerunabhängigen Mobiliengeschäft leicht auszubauen. Dies belegt unsere Wettbewerbsstärke auch in dieser Marktsituation.

Auch unsere Beteiligungen waren von den Auswirkungen der Pandemie beeinflusst:

Die Deutsche Factoring Bank erreichte im Jahr 2020 einen Factoringumsatz von 16,9 Milliarden Euro, im Vergleich zum Vorjahresniveau eine Veränderung von -6,9 Prozent. Die Factoringumsätze bei Bestandskunden entwickelten sich heterogen, insgesamt aber rückläufig. Dieser Entwicklung stand ein deutliches Wachstum durch neu gewonnene Factoringkunden gegenüber. 27,4 Prozent des Umsatzvolumens wurden in den Bereichen Export- und Importfactoring generiert. Mit dem Produkt S-Compact bietet die Deutsche Factoring Bank speziell kleineren Firmen- und Gewerbekunden der Sparkassen Lösungen für die Unternehmensfinanzierung – ab 2021 auch online. So wurden im vergangenen Geschäftsjahr rund 85 Prozent der neu abgeschlossenen Verträge durch Sparkassen vermittelt. Die Deutsche Factoring Bank hat sich damit für ihr Jubiläumsjahr 2021, in dem sie 50 Jahre besteht, nicht nur zu einem der marktführenden Anbieter, sondern auch zu einem etablierten Verbundpartner entwickelt.

Die Bad Homburger Inkasso (BHI) konnte neue Kunden, insbesondere aus der Wohnungs- und Energiewirtschaft, hinzugewinnen und ist für 1.187 Mandanten tätig – darunter 319 Sparkassen und weitere Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe. Zur deutlichen Ergebnissteigerung beigetragen hat insbesondere die Akquisition eines neuen Großkunden mit rund 50.000 Forderungen sowie die Ausweitung des Geschäftsumfangs mit einem Bestandskunden, der über 100.000 Kleinstforderungen in die Bearbeitung übergeben hat. Als ein assoziiertes Unternehmen der Deutsche Leasing Gruppe bietet die Bad Homburger Inkasso Lösungen rund um notleidende Forderungen sowie die marktgerechte Verwertung von mobilen und immobilen Sicherheiten für ihre Gesellschafter, für die Sparkassen sowie weitere Unternehmen und Institutionen an.

Die S-Kreditpartner GmbH – kurz SKP – hat sich trotz der Auswirkungen aus der Covid-19-Pandemie auch 2020 erfolgreich entwickelt. Mit einem Kreditvolumen von 8,5 Milliarden Euro und 199 Vollkooperationssparkassen im Konsumentenkreditgeschäft konnte das Joint Venture der Deutschen Leasing mit der Landesbank Berlin/Berliner Sparkasse seine Position als Produktspezialist für Fahrzeug- und Konsumentenkredite in der Sparkassen-Finanzgruppe weiter ausbauen. Aktuell arbeiten mehr als die Hälfte der Sparkassen mit der SKP in einer sogenannten Vollkooperation zusammen. 2021 werden rund 20 weitere Sparkassen hinzukommen. Über 340 Sparkassen nutzen das Online-Produktangebot S Kredit-per-Klick.

Jahresabschluss

Die Konzernbilanzsumme der Deutsche Leasing Gruppe ist aufgrund der dargestellten Neugeschäftsentwicklung nahezu unverändert geblieben. Sie belief sich zum Ende des Berichtsjahres (30. September 2020) auf 22,1 Milliarden Euro und lag damit auf Vorjahresniveau.

Das Leasingvermögen zu Restbuchwerten – als einer der zentralen Bestandteile der Konzernbilanzsumme – lag bei rund 10,4 Milliarden Euro. Hier sind die Restbuchwerte der Leasingobjekte aufgeführt, in die wir für unsere Kunden investiert haben. Es verringerte sich aufgrund der geringeren Dynamik und Struktur im Neugeschäft um 470 Millionen Euro.

In den Forderungen an Kunden spiegelt sich das Mietkaufgeschäft der Deutsche Leasing Gruppe im Inland und zu einem großen Teil das Leasinggeschäft der ausländischen Tochtergesellschaften (da in der Regel unter HGB als Mietkauf zu behandeln) wider. Dazu kommt das Kreditgeschäft unserer Bank, der Deutsche Leasing Finance, und die Factoringforderungen der Deutsche Factoring Bank. Diese erhöhten sich im vergangenen Geschäftsjahr um 374 Millionen Euro. Hierzu hat auch das Geschäft unter Einsatz von Fördermitteln, für das wir breite Kompetenz aufgebaut haben, beigetragen.

Die Neugeschäftsentwicklung und das Niedrigzinsniveau, das sich auch bei uns bemerkbar macht, belasten die Ertragsseite. Auf der Aufwandsseite drückten vorlaufende Personal- und Sachaufwendungen, unter anderem für strategisch zukunftsorientierte IT- und Projektvorhaben, sowie die erhöhte Risikovorsorge den Jahresüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresüberschuss betrug 37,7 Millionen Euro (Vorjahr: 86,5 Millionen Euro).

Nach der Logik des handelsrechtlichen Ausweises ging bei einer Ausschüttung im Geschäftsjahr 2019/2020 in Höhe von 40 Millionen Euro und einem Bilanzgewinn in Höhe von 29,9 Millionen Euro das bilanzielle Eigenkapital von 927 Millionen Euro um 20 Millionen Euro auf 907 Millionen Euro leicht zurück. Die Vorsorgereserven nach §§ 340 f und g HGB haben sich leicht erhöht und betragen insgesamt 430 Millionen Euro. Danach erreichte das erweiterte Konzern-Eigenkapital inklusive Vorsorgen nach §§ 340 f und g HGB eine Höhe von 1.336 Millionen Euro. Die strategisch angestrebte weitere Erhöhung des Eigenkapitals bleibt unverändert im Fokus und wird auch in der Zukunft konsequent weiterverfolgt.

Wirtschaftliches Ergebnis und Substanzwert

Das Wirtschaftliche Ergebnis – unter Berücksichtigung der Ausschüttung der Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG und nach umfangreicher Vorsorgebildung für zukünftige Ausfallrisiken und stichtagsbezogenen Währungskurseffekten – konnte trotz der Pandemie einen Wert von 70 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2019/20 erreichen.

Gemessen an den schwierigen Rahmenbedingungen ist insbesondere die leicht positive Entwicklung des Substanzwertes sehr erfreulich, da dieser alle bestandsrelevanten Bewertungseffekte enthält. Damit erfasst er auch die aus heutiger Sicht für die Zukunft zu erwartenden höheren Belastungen aus Adressausfallrisiken, die aufgrund der Corona-bedingten Bonitätsverschlechterungen höher ausfallen dürften. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich ein Anstieg des Substanzwertes auf 2.099 Millionen Euro.
 

Finanz- und Vermögenslage

Die Deutsche Leasing Gruppe finanzierte sich unverändert weit überwiegend bei Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe. Sparkassen und Landesbanken stellten per 30. September 2020 mehr als drei Viertel aller aufgenommenen Fremdfinanzierungsmittel. Von den übrigen Fremdfinanzierungsmittelaufnahmen entfielen über zwei Drittel auf öffentliche Förderkreditinstitute.

Insgesamt verfügt die Deutsche Leasing Gruppe auf der Grundlage ihrer Verankerung in der Sparkassen-Finanzgruppe, stabiler langfristig bestehender Geschäftsbeziehungen zu Kreditinstituten und eines diversifizierten Finanzierungsinstrumentariums somit über eine breite Finanzierungsbasis, die künftiges Geschäftswachstum ermöglicht.
 

Risikobetrachtung

Das Risikomanagement unterstützt die Geschäftsleitung der Deutsche Leasing Gruppe bei der Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie und betrachtet alle relevanten Risikoarten sowie alle zur Gruppe gehörenden Gesellschaften im In- und Ausland. Ziel des Chancen- und Risikomanagements ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Chance/Ertrag auf Ebene der gesamten Gruppe herzustellen; zwischen verfügbarer Risikodeckungsmasse und Gesamtrisiken wird eine ausreichende Risikotragfähigkeit gewährleistet. Die Risikotragfähigkeitsrechnung ist die Basis für die Risikosteuerung der Deutsche Leasing Gruppe.

Die Deutsche Leasing Gruppe entwickelt ihre Risikomessmethoden kontinuierlich weiter, um sowohl den Anforderungen an ein modernes Risikomanagement als auch aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen gerecht zu werden. Weiterentwicklungen betrafen im Geschäftsjahr 2019/20 die Anpassung der Risikotragfähigkeitskonzeption an die Vorgaben des neuen Risikotragfähigkeitsleitfadens der Bundesbank und BaFin sowie die Risikomodelle und die Optimierung der Parameterschätzung.

Die Risikotragfähigkeit der Deutsche Leasing Gruppe war im Geschäftsjahr 2019/20 unverändert deutlich und jederzeit gegeben.

Weitere Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2019/20

Das Geschäftsjahr 2019/20 hat uns im Zusammenhang mit Covid-19 vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Um den wirtschaftlichen und operativen Herausforderungen nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie unmittelbar zu begegnen, ergriff die Deutsche Leasing eine Reihe von Maßnahmen für das In- und Ausland. Dabei standen Ad-hoc-Maßnahmen wie Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Wechsel in Homeoffice-Bedingungen bei Aufrechterhaltung eines reibungslosen Betriebs und Handling von Stundungsmaßnahmen zunächst im Fokus. An dieser Stelle möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen großen Dank aussprechen. Sie haben dabei einen hervorragenden Job gemacht.

Zusätzlich haben wir die von der Regierungskoalition Anfang Juni beschlossene befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes vom 1. Juli bis 31. Dezember (von 19 Prozent auf 16 Prozent bzw. von 7 Prozent auf 5 Prozent) für unsere Kunden umgesetzt – beileibe kein kleines Projekt.

Um zudem angemessen und aktiv auf mittel- und langfristige wirtschaftliche wie strukturelle Auswirkungen der Covid-19-Krise reagieren zu können, hat die Deutsche Leasing Gruppe einen Corona-Handlungsplan initiiert. Dieser adressiert insbesondere Themen rund um Vertrieb, Risiko, Kosten und Digitalisierung. Dazu gehörten insbesondere eine angepasste Markt- und Risikobearbeitung sowie eine enge persönliche Begleitung unserer Kunden, um individuelle Bedarfe rechtzeitig zu identifizieren und potenzielle Risikofaktoren abzuschätzen.
 
 

Strategische Initiativen und Marktchancen

Trotz aller Pandemie-bedingten Herausforderungen haben wir unseren Kurs einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Deutschen Leasing fortgesetzt und weiter in die Zukunft investiert.

So haben wir unsere Digitalisierungs- und IT-Modernisierungsvorhaben auf dem Weg hin zur „Digitalen Deutschen Leasing“ forciert und wichtige Fortschritte für zukunftsfähige Lösungen sowohl für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für unsere Kunden und Partner/Vendoren erreicht. Die Covid-19-Pandemie hat uns zusätzlich darin bestätigt, verstärkt in digitale Produkte und Prozesse zu investieren. Das im Geschäftsjahr 2019/20 eingeleitete langfristige Handlungs- und Investitionsprogramm sind wir trotz aller begleitenden Herausforderungen priorisiert angegangen. Dieses Programm fokussiert sich neben der IT-Modernisierung und der effizienteren Gestaltung eigener Produkte und Prozesse auf den Auf- und Ausbau digitaler und zinsunabhängiger Geschäftslösungen sowie eine kontinuierliche intensivere Verzahnung mit den Sparkassen im In- und Auslandsgeschäft.

Dazu gehört aber auch, dass das Vendorengeschäft durch die Entwicklung digitaler Schnittstellen (Virtual Captive Plattform) weiter ausgebaut wird. Sie bilden die Basis einer effizienten, mit unseren Partnern in Industrie und Handel verzahnten Geschäftsabwicklung auf digitalem Weg.

Innerhalb der Deutschen Leasing haben wir die bereits geplante Einführung des Kollaborations-Tools MS Teams beschleunigt, um die Zusammenarbeit – auch im Homeoffice – weiter zu verbessern. Außerdem haben wir damit begonnen, Prozesse durch den Einsatz erster robotergesteuerter Prozessautomatisierungen (RPA) zu vereinfachen. Unsere Tochtergesellschaft DAL Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) hat ein digitales Beschaffungs- und Finanzierungsportal für das IT-Hardwaregeschäft für Kunden, Partner und Mitarbeiter eingeführt, das bereits innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe genutzt wird und als Blaupause für weitere Portallösungen der Deutsche Leasing eingesetzt werden kann.

Bei der Zusammenarbeit mit den Sparkassen haben wir unser Lösungsangebot im Geschäfts- und Gewerbekundensegment ausgebaut, digitalisiert und online verfügbar gemacht. Besonders in Zeiten von Covid-19 und erhöhten Kontaktbeschränkungen kommt dieser engen Kooperation zur Entwicklung digitaler und online verfügbarer Produkte eine besondere Bedeutung zu. So haben wir den digitalen S-Gewerbekredit zur Finanzierung von kleineren Ausrüstungsinvestitionen im vergangenen Geschäftsjahr in weiteren Sparkassen erfolgreich etabliert. Der bundesweite Roll-Out wird in diesem Geschäftsjahr forciert fortgesetzt. Zudem haben wir das Produkt im letzten Jahr um einen Versicherungsbaustein ergänzt, der die Investitionen des Kunden mit absichert. Auch die positive Resonanz im Markt bestätigt, dass wir gemeinsam mit den Sparkassen mit solchen vollintegrierten, digitalen Lösungsangeboten in einem wichtigen Wachstumsfeld unterwegs sind, das wir auch in den kommenden Jahren aktiv weiter vorantreiben wollen und werden. Die fortwährende Optimierung von Schnittstellen und Kontaktpunkten zu Sparkassen und Kunden sowie die Weiterentwicklung einfacher, schneller und digitaler Angebote inklusive Services steht dabei weiter im Fokus.

Unsere internationalen Aktivitäten haben wir im Bereich der Exportfinanzierung durch den Erwerb von Anteilen an der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH (AKA) ausgeweitet. Die AKA ist eine Spezialbank für internationale Handelsfinanzierungen. Durch die Zusammenarbeit bündeln wir unsere Stärken im Bereich des Export-Credit- Agencies (ECA)-Geschäfts und erweitern gleichzeitig das internationale Netzwerk für die Mittelstandskunden der Sparkassen und der Deutschen Leasing, aber auch für deutsche Hersteller aus Industrie und Handel (Vendorpartner) und deren Kunden im Ausland. Vor allem für Geschäfte mit einem kleineren Investitionsvolumen zwischen 1 und 10 Millionen Euro sehen wir für die Zukunft gute Marktchancen und einen ergänzenden Baustein für ganzheitliche Lösungen und Services.
Darüber hinaus haben wir unser internationales Netzwerk in der DACH-Region im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine eigene Zweigniederlassung in der Schweiz – mit Sitz in Zürich – erweitert, deren operativer Start im Geschäftsjahr 2020/2021 erfolgt ist. Die Zweigniederlassung Schweiz wird von der Deutschen Leasing Austria GmbH geführt und unterstützt deutsche Hersteller von Investitionsgütern und deren Kunden sowie direkt investierende deutsche Unternehmen in der Schweiz. Die Deutsche Leasing Gruppe ist damit in insgesamt 24 Ländern mit Standorten vertreten.

Insgesamt haben wir die Grundlagen der Deutschen Leasing für die Zukunft weiter gestärkt und sind gut aufgestellt, um die Erholung der Realwirtschaft aktiv begleiten zu können. Das gilt sowohl für die Zusammenarbeit mit den Sparkassen und unseren langjährigen Kunden und Partnern, aber natürlich auch für neue Geschäftsbeziehungen zu mittelständischen Unternehmen.

Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2020/21 – 1. Halbjahr

Kommen wir nun zum Verlauf unseres Geschäftsjahres, das am 1. Oktober gestartet ist. Schon die ersten Monate zeigen, dass die Rahmenbedingungen anspruchsvoll sind und in diesem Geschäftsjahr auch bleiben werden. Wir werden weiterhin den wirtschaftlichen wie strukturellen Auswirkungen der Covid-19-Krise begegnen müssen, schauen dabei allerdings zuversichtlich nach vorne.

Der Start ist insgesamt gut verlaufen. Nach dem ersten Quartal liegen wir mit unserem Neugeschäft zwar leicht unter dem Wert des Vorjahres, müssen aber berücksichtigen, dass dieser Vorjahreszeitraum noch nicht durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst war. Außerdem hatten wir gleich zu Beginn des Vorjahres eine größere Rail-Transaktion bei der DAL zu verzeichnen – ich berichtete darüber. Eine vergleichbar große Transaktion konnten wir im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres noch nicht realisieren, hier haben wir aber vielversprechende Projekte in der Pipeline.

Im Inland entwickelte sich besonders das Geschäft mit unseren Mittelstandskunden bei größeren Investitionen positiv. Auch das Geschäft mit unseren Vendoren, besonders in den Zielmärkten Bau und Agrar und die Begleitung von Projekten im Segment Infrastruktur und Versorgung verliefen erfreulich. Bei unserem Geschäft im Ausland zeigte sich ein heterogenes Bild, da sich die Pandemielage in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich entwickelte.

Auf der Risikoseite hielten sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie (noch) in Grenzen und die Ausfallerwartungen lagen unter unseren kalkulatorischen Risikokosten. Dabei kommt uns auch zugute, dass wir in der Regel über werthaltige Objekte verfügen und weniger in von Corona besonders getroffenen Branchen wie dem Tourismus, dem stationären Einzelhandel oder der Gastronomie engagiert sind. In Deutschland liegen unsere Schwerpunkte klar in Sektoren wie Industrie, Verkehr, Logistik, Bau- und Agrarwirtschaft. Gleichzeitig ist natürlich zu beachten, dass unverändert die Erleichterungen im Insolvenzrecht fortbestehen und in den letzten Monaten enorme Liquiditätshilfen gewährt wurden. Perspektivisch müssen wir mit einem Anstieg der Insolvenzen rechnen. Hierfür haben wir – wie bereits erwähnt –umfangreiche Vorsorgen getroffen. Und wir haben die ersten Monate auch genutzt diese Vorsorgen weiter zu stärken.

Ausblick: Geschäftsjahr 2020/21

Wenn wir auf unser erstes Halbjahr – von Oktober bis März – schauen, können wir davon ausgehen, dass unser Neugeschäft und unsere Erträge weitgehend auf dem von uns angestrebten Planniveau liegen werden. Auch nach sechs Monaten, ist die Situation auf der Risikoseite besser als erwartet.

Für Deutschland erwartet die Bundesregierung in ihrer Jahresprojektion 2021 ein Wirtschaftswachstum von 3 Prozent. Das Niveau der Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst Mitte 2022 wieder erreicht werden. Bei den Insolvenzen geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung davon aus, dass diese erst verzögert ansteigen werden. Die ausgesetzte Insolvenzantragspflicht und die umfangreichen Liquiditätshilfen dürften bedrohten Unternehmen in gewissem Umfang Zeit erkauft haben. Für die relevanten Kundensegmente der Deutschen Leasing erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr jedoch keine Insolvenzwelle. Sofern sich das Pandemiegeschehen nicht verschärft, erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bundesregierung für den Sommer einen Wachstumsschub bei den Ausrüstungsinvestitionen. Die Bandbreite reicht dabei von der Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums mit 6,5 Prozent bis zu 14 Prozent vom ifo Institut für das gesamte Jahr 2021. Dieser Schub wird sich auch positiv auf den Leasingmarkt auswirken. Hier wirken sicherlich Nachholeffekte – deutliche Impulse auf eine anziehende Konjunktur versprechen aber auch das Konjunkturprogramm der USA von 1,9 Billionen Dollar und die Wachstumsambitionen Chinas von mehr als 6 Prozent. Auch durch das vom Internationalen Währungsfonds prognostizierte Wachstum von 4,2 Prozent für die Eurozone im Kalenderjahr 2021 werden Impulse ausgehen.

Der IWF geht bei seinen Prognosen davon aus, dass die Menschen in den Industriestaaten und in einigen Schwellenländern bis Jahresmitte breiten Zugang zu Corona-Impfungen haben werden.

Auch die Tatsache, dass die Bekämpfung der Pandemie in Deutschland zwar langsam aber immerhin Fahrt aufnimmt, lässt auf eine Erholung der Wirtschaft hoffen. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit hoch und es sind jederzeit auch Rückschläge möglich zum Beispiel:
 

  • Wenn weitere Infektionswellen zusätzliche Lockdowns notwendig machen und somit die wirtschaftliche Erholung unterbrochen wird.
  • Und wenn die tatsächliche Insolvenzdynamik einsetzt, sobald Staatshilfen sowie Einschränkungen der Insolvenzantragspflicht auslaufen.
  • Außerdem gehören zu den weiteren Herausforderungen zum Beispiel nicht abschließend gelöste Handelskonflikte – Stichwort USA/China, die „Post-Brexit-Phase“ und speziell für den Finanzsektor die in der Corona-Krise noch einmal mehr manifestierte Niedrigzinspolitik der EZB sowie regulatorische Anforderungen.
     

Den Prognosen der Bundesregierung folgend und den zu erwartenden Wirtschaftsimpulsen aus der Eurozone sowie von den USA und China, gehen wir davon aus, dass das Geschäft in der zweiten Hälfte unseres Geschäftsjahres wieder anziehen wird. Beim Wiederanlaufen der Wirtschaft braucht der Mittelstand starke Finanzpartner und Unterstützung bei seinem Restart. Gerade in dieser Aufbruchphase sind Leasinggesellschaften wichtige Partner für die dann notwendigen Startinvestitionen.

Insgesamt gehen wir deshalb davon aus, dass wir das aktuelle Geschäftsjahr zufriedenstellend abschließen werden. Wir haben einige vielversprechende Projekte in der Pipeline und auch die intensive Zusammenarbeit mit den Sparkassen und unseren Vendorpartnern wird in der Breite Früchte tragen.
Zum Abschluss möchte ich noch drei Themen kurz vorstellen, die uns in den kommenden Monaten beschäftigen werden:

Erstens: Wir werden das gemeinsame Verbundgeschäft mit den Sparkassen weiter intensivieren. Dabei wollen wir als Partner des deutschen Mittelstands die gegebenen Marktpotenziale der Sparkassen-Finanzgruppe vor allem in einer digitalen Welt noch zielorientierter erschließen. Um eine systematische und standardisierte Herangehensweise an das Kundensegment der Geschäfts- und Gewerbekunden zu gewährleisten, hat die Deutsche Leasing Gruppe mit Beginn des Geschäftsjahres 2020/2021 eine spezialisierte Vertriebseinheit etabliert.

Zweitens: Die Digitalisierung wird unsere Agenda in den nächsten Jahren wesentlich bestimmen. Wir investieren kontinuierlich weiter in Produkte, Serviceangebote, Prozesse und Systeme, um den sich verändernden Marktanforderungen zu begegnen. Dabei steht die Erschließung von Online-Vertriebskanälen und die Entwicklung von webbasierten, auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden abgestimmten Plattformen im Fokus. Damit einher gehen eine stärkere Standardisierung und Modularisierung von Produktstrukturen sowie einheitliche Abwicklungsprozesse. Wichtige Impulse dazu hat in den vergangenen drei Jahren auch unsere Digital Innovation Unit (DIU) geliefert.

Um weitere digitale Zukunftsthemen für die Deutsche Leasing Gruppe voranzutreiben, haben wir uns entschieden, die bisherigen Aktivitäten auszubauen und eigenständiger als „vent.io GmbH“ aufzustellen. Als Dienstleister für die Deutsche Leasing Gruppe testet und entwickelt die vent.io digitale Geschäftsmodelle, Produkte oder Services. Daneben baut sie das Netzwerk innerhalb der Start-up-Szene weiter aus, kooperiert mit Start-ups und investiert. Zusätzlich ist sie Entwicklungspartner bei den Themen Data Science, Software-Engineering, Künstliche Intelligenz und digitale Kunden-und Partnerschnittstellen.

Drittens und last but not least: Dem Thema Nachhaltigkeit wollen wir uns gezielter stellen. Deshalb waren wir bei der „Selbstverpflichtung für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“ der Sparkassen-Finanzgruppe im vergangenen Dezember als Erstzeichner mit dabei, auch um die damit verbundenen Ziele als Verbundunternehmen in den kommenden Jahren mitzugestalten.

Als Asset-Finance-Partner des deutschen Mittelstandes bieten wir unseren Kunden eine Vielfalt an Investitionen in nachhaltige Technologien. Deshalb ist Leasing beim Thema Nachhaltigkeit ein Teil der Lösung. Wir finanzieren zum Beispiel E-Bus-Flotten für Verkehrsbetriebe und realisieren Investitionen in den Ausbau des Schienenverkehrs und erneuerbarer Energien in Kommunen und Ländern. Mit unserer 360° E-Mobilitätsstrategie für ein modernes Flottenmanagement decken wir von der Beratung über die Einbindung von Fördermitteln bis hin zum Aufbau der nötigen Ladeinfrastruktur alles für die Einführung von E-Flotten für Unternehmen ab.

Sie sehen also: In diesen bewegten und von Unsicherheit geprägten Zeiten bleiben die Anforderungen hoch. Allerdings sind wir davon überzeugt, mit unseren ergriffenen Maßnahmen und Initiativen den richtigen Weg eingeschlagen zu haben: Einerseits unternehmerisch konsequent und vorausschauend in der aktuell von Krisen bestimmten wirtschaftlichen Situation zu handeln und andererseits chancenorientiert und aktiv die Zukunft zu gestalten.