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Hintergrundinformationen

 

Hintergrundinformationen

05.11.2018

Smarte Finanzierungslösungen ermöglichen Digitalisierung

Kaum ein Trend prägt die Wirtschaft zukünftig so wie die Digitalisierung. Deutsche Unternehmen treiben die Entwicklung maßgeblich voran. Doch der digitale Wandel ist kostenintensiv und stellt an die Finanzierung neue Anforderungen.
 

Digitalisierung bedeutet viel mehr als nur die Anschaffung modernerer Soft- und schnellerer Hardware. Sie verändert Strukturen, Prozesse und Geschäftsmodelle. Ein aktuelles Beispiel sind die sogenannten Cloud-Anwendungen: Unternehmen, die bisher ihre IT selbst betrieben haben, greifen heute mittels Cloud-Services auf eine externe Infrastruktur zurück. Die Folge: Die Digitalisierung führt zu Verschiebungen von Investitionen, denn es sind ganz neue Player, die jetzt die Infrastruktur bereitstellen. Außerdem ermöglicht sie es, Services auf eine bis dato undenkbare Weise zu erweitern. Ein Beispiel dafür ist die Energiebranche. Durch die Einführung neuer intelligenter Messeinheiten – umgangssprachlich auch Smart Meter genannt – können Stadtwerke ihr Netz effizienter nutzen und ihren Kunden neue Mehrwertdienste anbieten.
 

In den kommenden Jahren werden mehr und mehr intelligente, vernetzte Maschinen die Werkshallen in Smart Factories verwandeln. Dafür sind hohe Investitionen erforderlich.  | Foto: yoh4nn/iStock
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Smart Factories erfordern hohe Investitionen

Fundamentale Änderungen finden auch in der Produktion statt: In den kommenden Jahren werden mehr und mehr intelligente, vernetzte Maschinen die Werkshallen in Smart Factories verwandeln. Dank ihrer „Intelligenz“ und ihrer Flexibilität stellen diese Fabriken Massenprodukte günstiger her und berücksichtigen zugleich individuelle Kundenwünsche – bis hin zur Losgröße 1. Doch die Umstellung auf die digitale Produktion bedeutet einen enormen Kostenaufwand für die Wirtschaft. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC planen allein die deutschen Unternehmen, bis 2020 jährlich 31 Milliarden Euro in die Industrie 4.0 zu stecken.

Die Herausforderungen für kleinere und mittelständische Unternehmen gehen jedoch über das rein Finanzielle hinaus. Die Digitalisierung verursacht nicht nur hohe Investitionen, auch die Objekte, in die investiert wird, ändern sich. Wenn Produktionsmaschinen zunehmend mit der IT verschmelzen, steigt der Softwareanteil am Gesamtwert der Maschine. Ein immer größerer Teil der Investitionen fließt in sogenannte immaterielle Werte, die klassische Finanzdienstleister wie Kreditinstitute üblicherweise nicht als Sicherheit akzeptieren und daher auch nicht finanzieren.

Leasingunternehmen hingegen bieten auch Software-Leasing nach dem Pay-as-you-earn-Prinzip an, bei dem die Rückzahlung erst beginnt, nachdem das System einsatzbereit ist.

Nutzungsabhängige Finanzierung im Kommen

Streaming und Cloud-Lösungen, die sich im Alltagsleben mit Diensten wie Netflix, Spotify, Google Docs und vielen anderen längst durchgesetzt haben, haben auch im B2B-Bereich Einzug gehalten. In einem wichtigen Aspekt basieren sie alle auf derselben Idee: Bei all diesen Anwendungen spielt Eigentum keine große Rolle mehr, entscheidend ist nur die Nutzung. Folglich werden nutzungsabhängige Konzepte wie das beim Leasing schon lange übliche „Pay per use“ bei der Unternehmensfinanzierung in Zukunft zunehmen. Da diese Services jedoch einem raschen technologischen Wandel unterliegen, kommt es bei der Finanzierung auf eine profunde Expertise des Leasing-Anbieters an.

Wenn die erwähnten nutzungsabhängigen Konzepte mehr und mehr auch bei den Herstellern von Investitionsgütern etabliert werden, wird dies zunehmend in Kooperation mit Finanzdienstleistern umgesetzt werden. „Allerdings wird es nicht zu einem Big Bang kommen“, sagt Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Leasing AG: „Es wird auch weiterhin eine große Nachfrage nach ganz traditionellen Angeboten geben, gerade bei größeren Projekten und Investitionen, die dann auch mehr und mehr eine Individualisierung erfordern – teilweise bis hin zur Projektfinanzierung. Insgesamt wird der Markt auf alle Fälle vielfältiger werden.“

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